Sonntag, 28. Oktober 2012

Cairns

Hallihalloechen!

Nachdem unser Auto"kauf", nicht geklappt hat, haben Marsi und ich spontan beschlossen, Sydney zu verlassen und nach Cairns, in den Norden Australiens, zu fliegen.
Dass das mit vielen Traenen und einigen depressiven Stunden verbunden sein wuerde koennten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen. Wir feierten also an unserem letzten Wochenende nochmal mit Anne, Pete, Aylin und vielen anderen aus unserem Hostel. Wenn ihr mehr ueber dieses bemerkenswert unterhaltsame Wochenende wissen wollt, dann schaut mal auf Aylins Blog! Sie war naemlich im Gegensatz zu mir nicht zu faul viele viele Bilder hochzuladen ;)

http://aylinblog.wordpress.com/

Und nach dem Feiern kam dann das Weinen :D
Aber Marsi und ich sind jetzt darueber hinweg, von Anne und Pete getrennt zu sein und freuen uns auf Weihnachten, wenn wir uns hier in Cairns wiedertreffen und dann gemeinsam reisen. Yeha!

Marsi und ich haetten dann beinahe unseren Flug verpasst, weil wir mit dem Shuttlebus von meinem Hostel zum Flughafen fahren wollten, und er viel zu spaet kam. Wir sassen wie auf Kohlen hinter einer aelteren Frau, die, nachdem der Fahrer gefragt hatte, wann unser Flug denn ginge, das Gesicht verzog, ihre Finger kreuzte und mit einem miesen Laecheln auf den Lippen meinte :Good luck. Ich hatte kurz ueberlegt, ob ich mir ihre bloede Frauenzeitschrift schnappen und sie ihr ueber den Kopf zwiebeln sollte, aber die Nervositaet hat mich quasi gelaehmt.
Als wir dann graaaaade noch rechtzeitig ankamen und im Flieger sassen, durften wir mit Freude feststellen, dass in unserer Reihe ein Baby "sitzt". Oder liegt. Oder kackt. Ich bin nicht sicher, welches Wort am besten beschreibt, was es tat. Es hat jedenfalls gestunken, Krach gemacht und so genervt, dass wir anfingen uns grausame Moeglichkeiten zu ueberlegen, wie wir es am besten loswerden koennten. Wir haben den Flug mit Ach und Krach ueberlebt. Und fuer das Baby war es ebenfalls sehr, sehr knapp.

Cairns ist absolut nicht mit Sydney vergleichbar. Natuerlich ist das Klima ganz anders, es hat jeden Tag um die 30 Grad, die Sonne ist so stark, dass meine 50+ Sonnencreme versagt hat und ich unfassbar verbrannt bin. Alles erinnert an einen besseren Bade-/Urlaubsort in der Tuerkei Vor 30 jahren war das hier ein kleines, verschlafenes Staedtchen, wovon heute allerdings nichts mehr zu sehen ist. Es sind unfassbar viele Toursiten hier (wie auch wir :D), so viele Partymoeglichkeiten, dass man manchmal etwas vergeblich nach dem wirklich "Australischen" sucht. Aber um fuer ein paar Tage zu entspannen und die Straende zu geniessen ist es perfekt. (Auch wenn man hier nicht im Meer schwimmen sollte, ausser man will von Krokodilen und Jellyfishes qualvoll umgebracht werden.)

Okay, jetzt zu meinem Hostel. Es liegt ein bisschen ausserhalb, man laeuft ungefaehr eine halbe Stunde zum Strand und es ist wirklich ein nett, mit Pool, freiem Fruehstueck und grossen Betten. Das einzige, was mir wirklich ein kleines bisschen (Achtung! Untertreibung :D ) auf die Nerven geht, sind die unendlich vielen Deutschen hier! Wir haben ein 10-Bett-Zimmer gebucht, "MIXED", in der Hoffnung, dass wir mehr Kerle sind als Maedchen, weil es einfach unkomplizierter und lockerer ist. Aber nein, es waren anfangs nur Maedchen. Deutsche Maedchen. Deutsche bitchige, bescheuerte Maedchen. Marsi und ich hatten und haben eine Menge Spass mit ihnen :D Denn aus irgendeinem Grund scheint es sie fast umzubringen, Hallo, Guten Morgen und Wie gehts? zu sagen, geschweige denn zu laecheln. Und weil wir wissen, dass sie uns offensichtlich nicht ausstehen koennen und nicht reden wollen, bergruessen wir sie jedesmal ueberschwaenglich und quatschen sie voll :D kann man als Aussenstehender vielleicht nicht nachvollziehen, aber wir haben den Spass unseres Lebens mit diesen daemlichen Tussen :D
Vor 2 Tagen kam dann, Gott sei Dank, ein Kerl ins Zimmer, Yasu (?) aus Japan. Wir waren so gluecklich, als er durch die Tuer kam, dass wir erst einmal kreischten und einen Freudentanz auffuehrten. Er scheint jedenfalls direkt nach seiner Ankunft die australische "No worries"-Einstellung aufgesaugt zu haben, denn seine ersten Worte waren nicht "Hey, what's up?" sondern "Do you smoke weed? I have a lot. Just tell me if you wanna smoke." worauf ich nur meinte "Oh, thanks. Good to know :D" 

Gestern waren wir an einem Strand, an dem man tatsaechlich baden kann. Palm Cove. Der schoenste Strand an dem ich bisher war. Ich habe Bilder. Natuerlich. Allerdings auch mal wieder meine Kamera vergessen :D
Wir waren dort mit zwei Franzosen, die wir im Hostel kennengelernt haben... oder besser, die wir gezwungen haben, uns kennenzulernen. Da unser Zimmer so bescheuert ist, und wir kein Interesse haben, den Tag damit zu verbringen ueber Nagellacke und Haarpflege zu reden, haben wir uns Clement und Florent (willkuerliche franzoesische Namen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sind sie richtig :D) ausgesucht und sie mit unseren ueberfreundlichen Heeeelloooos und How are you?s so lange genervt, bis sie schliesslich nachgegeben haben und unsere Freunde wurden. Die beiden sind sehr witzig, zum groessten teil deswegen, weil "Clement" kaum englsich spricht und "Florent", der nur ein bisschen besser in Englisch ist, ihn dolmetschen muss. Es ist so, als wuerde man den ganzen Tag Tabu spielen :D

Das wars auch schon wieder, wir muessen jetzt nach Jobs suchen.
Love you, see ya

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