Dienstag, 25. Dezember 2012

skinny whore

Ho ho ho, merry Christmas! Es weihnachtet in Australien. Auch wenn man es kaum glauben kann und einem nur ab und an wenn man einen Typen barfuss, in Badehose und Weihnachtsmannmuetze durch die Stadt laufen sieht. Meine Lieblings-Norweger kamen am 23. von Sydney angeflogen, um mit ihren 4 Cousins und Cousinen, ud natuerlich Martina und mir, Weihnachten im mitlerweile hoechst tropischen Carins zu feiern. Wir trafen Anne und Pete am 23. Nachts an der Esplanade, sind wie irre kreischend und gar nicht peinlich wie in einem kitschigen Frauenfilm aufeinander zugerannt (wenn Zeitlupe moeglich gewesen waere, waere es Zeitlupe gewesen.) und haben uns so viel zu erzaehen gehabt, dass die Zeit nur so davongeflogen ist. Pete hat uns dann eine Tuete mit Geschenken fuer seine Cousins gegeben, zusammen mit einem Santa Clause Kostuem (fuer mich) und einem Elfen-Kostuem fuer Kinder (fuer Martina). Wir fragten sie dann noch nach beschreibungen ihrer Cousins und Cousinen, udn wir bekamen sehr hilfreiche Aussagen wie: "Vegard hat graue Haut". Und "Katherine hat mal 50 Kilo mehr gewogen und ist jetzt ne duenne Hure." Aha, dachten wir uns also, und versuchten mit diesen verstoerenden Informationen eine kleine Show zusammenzustellen. Nachdem wir dann aber viel lieber schlafen und essen wollten, wurde das mit dem text ausdenken nichts und wir mussten doch improvisieren. Wir zogen uns also im Hostel die Kostueme an. Martina sah ganz bezaubernd aus in ihrem viel zu kleinen Efenkostuem. Ich sah mega scharf aus in meinem Santa Kostuem, das ich mit einem Kissen ausstopfte und mit einem Duckface toppte. So machten wir uns auf den Weg. Durch die halbe Stadt, zu dem restaurant, wo sich die Norweger Pizza goennten. Wir liefen ueber Strasse und hoerten scho die Rufe der Cousins und Cousinen: "Woaaah, da laeuft ein Santa und sein Elf! Wie irre ist das! Pete, mach ein Foto!!", worauf Pete nur meinte: "jaja, gleich. haha." Wir riefen wildfremden "ho ho ho" und "meeeeerry meeeeerry Christmas!" zu und kamen dann an den Tisch unserer Freunde. Die Gesichter reichten von groesstem Schock, ueber peinlich beruehrtes AufdenBodenschauen, bis hin zu freudestrahlendem Grinsen. Wir zogen uns irgendwelche sinnlosen geschichten ueber jeden einzelnen aus den Fingern und verteilten die Geschenke. Ich habe in meinem ganzen leben noch nicht so geschwitzt wie in diesem moment... bei 35 grad in mantel, wollhose, bart und muetze war es ein wunder dass ich nicht umgefallen bin. Die freude war jedenfalls riesig, die Cousins sind supercool und Katherin ist tatsaechlich eine 'skinny whore" :D gestern haben wir dann mit ihnen zusammen zwei Autos gemietet und sind zu den barron falls gefahren. Ein riesiger wasserfall, der allerdings nicht sooo riesig war, weil es noch kaum geregnet hat hier. Der Ausblick war atemberaubend. Dann sind wir weiter zu einem Fluss gefahren, dessen namen ich leider vergessen habe. Er war voller riesiger runder Steine und wir beschlossen erst einmal schwimmen zu gehen. kaltes, angenehm erfrischendes Wasser mit starker Stroemung. Wir hatten sehr viel spass! Weiter gings zum Four Miles Beach in Port Douglas, ein, wie der name schn sagt, 4 meilen langer weisser wunderschoener strand. Ins wasser konnte man allerdings nicht, weil es im moment mit den quallen ziemlich extrem ist. und mit den haien. und den krokodilen :D also.. kein meer. ;)

Sonntag, 9. Dezember 2012

Umbridge

Da wir fuer kostenlose Unterkunft in unserem Hostel fuenf Tage die Woche arbeiten muessen, sind wir heute morgen um 10 zur Rezeption gestiefelt, um uns den heutigen Putzplan geben zu lassen. Als wir da ankamen, schaute uns Emma, die an der Rezeption arbeitet, mit vielsagendem Blick an und schickte uns hinter ins Buero. Dort wartete die Frau des Hostelbesitzers auf uns, eine unfassbar kleine, unfassbar unfreundliche Frau, die nur noch eine Tasse Tee und 8 Loeffel Zucker gebraucht haette um das Bild von Professor Umbridge in meinem Kopf zu vervollstaendigen. Sie sagte uns dann, dass das ganze (eine allumfassende Geste) jetzt, da sie da ist, etwas anders laufen wuerde. Sie teilte Marsi fuer die Dorms ein, was alleine eine Hoellenaufgabe ist, und mich fuer die Apartments. Das Gespraech mit ihr verlief fuer mich ein wenig unguenstig, da ich dachte, sie verarscht mich. "Anna, du putzt drei Apartments." "Okay." "Du hast 30 Minuten fuer jedes Apartment." "Hahahahahahahahaha! :D :D :D Hahahahahaha! Witzig!" "Was ist so komisch?" "Hahaha, na ja, 30 Minuten fuer ein Apartment! Also, wie viel Zeit hab ich wirklich?" "... 30. Minuten. Pro. Raum. Und jetzt geh." "Aehm.... haben Sie schon mal so ein Apartment geputzt..? Das reicht vorn und hinten nicht." "Geh. Jetzt." Sie ist Australierin, das Wort "Daaaaachschaaaaadeeeen", das ich froehlich beim Rausgehen gesungen habe, hat sie also nicht verstanden. :D

Krieg

Es. Herrscht. Krieg.
Wir wohnen, wie ich euch verschwiegen habe, weil ich dachte es ist absolut belanglos, mit zwei Franzosen zusammen, einem Paerchen. Marie (das ist nicht ihr richtiger Name, aber wir haben die schraege Angewohnheit, allen Franzosen klischeehafte Namen zu geben) und Bebe (das sagt Marie immer zu ihm, wenn er duscht und sie wie eine Irre durch die Badezimmertuer bruellt.).
Es fing alles damit an, dass wir auf dem Sofa sassen, ploetzlich die Tuer aufging und zwei Leute reinkamen, die weder hallo gesagt noch sich vorgestellt haben. Wir dachten also, Hey, vielleicht hatten sie nen harten Tag und haben sie in Ruhe gelassen.
Die beiden fingen dann an alle Schraenke, alle Tische, die komplette Kueche und beide Sofas in Beschlag zu nehmen, was wir anfangs mit Erstaunen, dann allerdings mit wachsendem Aerger, aber immer noch freundlich beobachteten.Wir lagerten unser ganzes Zeug also unter unseren Betten. Konnten wir auch, da die beiden unteren Betten unsere waren. Nach der ersten Nacht meinte Marie in gebrochenem Englisch und unfreundlicher Miene: Betten tauschen. Heute. Oh ja, da lag nicht der Hauch einer Frage in der Luft. Und da wir ja wirklich nette Menschen sind und verstehen, dass es fuer ein Paerchen, das zusammen in einem Bett schlaeft, von Vorteil ist unten zu schlafen, tauschte Martina also Bett und schlief dann ueber mir.
Nach einer Weile mussten feststellen, dass die beiden wirklich unfassbar nervige Zeitgenossen sind, nicht nur, weil sie ihre franzoesischen Filme in unglaublichen Lautstaerken schauen, staendig ihre Musik laeuft und sie im Zimmer so viel kiffen, dass wir uns das Geld fuer eigenes Gras defintiv sparen koennen, sondern weil sie, wie wir heute feststellten, auch unsere Sachen und Lebensmittel klauen, selbst aber einen "Do not use"-Zettel in ihre Pfanne legen.
(Davon, dass sie die Tuer offen lassen waehrend die Klimaanlage an ist, will ich gar nicht erst anfangen. Das macht mich so wuetend, dass ich regelmaessig ausflippe.)
Wir waren lange geduldig und haben alles auf beschissene Erziehung oder moeglicherweise schwieriges Leben geschoben, bis dann heute ein riesiges Stueck unseres mega teuren Kaeses gefehlt hat, den wir uns einmal alle zwei Monate oder so leisten koennen ( ich uebertreibe an dieser Stelle nicht. Kaese kostet Unmengen! :D) Das war zu viel.
Die beiden haben geschlafen als wir zum Internetcafe gegangen sind, aber sobald sie wach sind, is was los. Anfangs war ich wirklich sauer, bis mir aufgefallen ist, dass ich mich ueber Kaese aufrege. Aber man muss ihnen echt mal sagen, dass das so nicht geht. :D
Hier noch was, was ich persoenlich zum schreien finde:

Die Seite der Franzosen.

Und unsere Seite.
Es sieht soo traurig aus :D




Ich hab einen neuen Job in einem Pub der "Cock 'n' Bull" heisst und letztes Jahr anscheinend zum besten Pub in Cairns ausgezeichnet wurde. Er ist riesengross und mein Job ist viel mehr Rennen als Kellnern. Aber meine Kollegen sind nett und die Kunden sind auch in Ordnung. Mit einigen Ausnahmen natuerlich. An meinem ersten Tag hat sich so ein heisser Suerferboy, dem sehr wohl bewusst war, wie gut er aussieht, ein bisschen aufgefuehrt, woraufhin ich ihm, ohne nachzudenken, kurz die Meinung gesagt hab und dann den ganzen scheiss Abend um meinen Job fuerchten musste. Aber das wars sooo wert! So ein Arschloch! :D

Es war einmal mehr Ladies-Night im Woolshed. Es ist unfassbar, dass ich diesen Schuppen immer noch betrete, aber Cairns ist so verschlafen, dass man wirklich nach Beschaeftigung suchen muss. Und die findet man in ein paar Glaesern kostenlosem Sekt, um den man sich mit aufgetussten Furien pruegeln muss (ich hab mittlerweile wirklich fast Spass dran. Ich versuche immer beim Rueckweg durch die Masse mit meinem Sekt moeglichst viele Kleidchen zu versauen. (Ich habs ja gesagt, man muss nach Beschaeftigung suchen)) Ausserdem suchen Marsi und ich immer nach besonders kleinen oder grossen Menschen, mit denen wir dann peinliche Bilder machen, weil das... irgendwie... witzig ist... wenn man den kostenlosen Sekt bereits getrunken hat.
Hier die beiden besten:

Das ist Tom.

Und das hier Luc. (Die Konversation war hoechst interessant. Ich hab nur die etwa die Haelfte verstanden, der Rest ist unten nicht angekommen)



Ausserdem waren wir ein bisschen im Regenwald unterwegs:









Und es ist bald Weihnachten und ich konnte nicht umhin ein Bild von einer kleinen Familie beim Weihnachtsmann zu machen: