Sonntag, 9. Dezember 2012

Krieg

Es. Herrscht. Krieg.
Wir wohnen, wie ich euch verschwiegen habe, weil ich dachte es ist absolut belanglos, mit zwei Franzosen zusammen, einem Paerchen. Marie (das ist nicht ihr richtiger Name, aber wir haben die schraege Angewohnheit, allen Franzosen klischeehafte Namen zu geben) und Bebe (das sagt Marie immer zu ihm, wenn er duscht und sie wie eine Irre durch die Badezimmertuer bruellt.).
Es fing alles damit an, dass wir auf dem Sofa sassen, ploetzlich die Tuer aufging und zwei Leute reinkamen, die weder hallo gesagt noch sich vorgestellt haben. Wir dachten also, Hey, vielleicht hatten sie nen harten Tag und haben sie in Ruhe gelassen.
Die beiden fingen dann an alle Schraenke, alle Tische, die komplette Kueche und beide Sofas in Beschlag zu nehmen, was wir anfangs mit Erstaunen, dann allerdings mit wachsendem Aerger, aber immer noch freundlich beobachteten.Wir lagerten unser ganzes Zeug also unter unseren Betten. Konnten wir auch, da die beiden unteren Betten unsere waren. Nach der ersten Nacht meinte Marie in gebrochenem Englisch und unfreundlicher Miene: Betten tauschen. Heute. Oh ja, da lag nicht der Hauch einer Frage in der Luft. Und da wir ja wirklich nette Menschen sind und verstehen, dass es fuer ein Paerchen, das zusammen in einem Bett schlaeft, von Vorteil ist unten zu schlafen, tauschte Martina also Bett und schlief dann ueber mir.
Nach einer Weile mussten feststellen, dass die beiden wirklich unfassbar nervige Zeitgenossen sind, nicht nur, weil sie ihre franzoesischen Filme in unglaublichen Lautstaerken schauen, staendig ihre Musik laeuft und sie im Zimmer so viel kiffen, dass wir uns das Geld fuer eigenes Gras defintiv sparen koennen, sondern weil sie, wie wir heute feststellten, auch unsere Sachen und Lebensmittel klauen, selbst aber einen "Do not use"-Zettel in ihre Pfanne legen.
(Davon, dass sie die Tuer offen lassen waehrend die Klimaanlage an ist, will ich gar nicht erst anfangen. Das macht mich so wuetend, dass ich regelmaessig ausflippe.)
Wir waren lange geduldig und haben alles auf beschissene Erziehung oder moeglicherweise schwieriges Leben geschoben, bis dann heute ein riesiges Stueck unseres mega teuren Kaeses gefehlt hat, den wir uns einmal alle zwei Monate oder so leisten koennen ( ich uebertreibe an dieser Stelle nicht. Kaese kostet Unmengen! :D) Das war zu viel.
Die beiden haben geschlafen als wir zum Internetcafe gegangen sind, aber sobald sie wach sind, is was los. Anfangs war ich wirklich sauer, bis mir aufgefallen ist, dass ich mich ueber Kaese aufrege. Aber man muss ihnen echt mal sagen, dass das so nicht geht. :D
Hier noch was, was ich persoenlich zum schreien finde:

Die Seite der Franzosen.

Und unsere Seite.
Es sieht soo traurig aus :D




Ich hab einen neuen Job in einem Pub der "Cock 'n' Bull" heisst und letztes Jahr anscheinend zum besten Pub in Cairns ausgezeichnet wurde. Er ist riesengross und mein Job ist viel mehr Rennen als Kellnern. Aber meine Kollegen sind nett und die Kunden sind auch in Ordnung. Mit einigen Ausnahmen natuerlich. An meinem ersten Tag hat sich so ein heisser Suerferboy, dem sehr wohl bewusst war, wie gut er aussieht, ein bisschen aufgefuehrt, woraufhin ich ihm, ohne nachzudenken, kurz die Meinung gesagt hab und dann den ganzen scheiss Abend um meinen Job fuerchten musste. Aber das wars sooo wert! So ein Arschloch! :D

Es war einmal mehr Ladies-Night im Woolshed. Es ist unfassbar, dass ich diesen Schuppen immer noch betrete, aber Cairns ist so verschlafen, dass man wirklich nach Beschaeftigung suchen muss. Und die findet man in ein paar Glaesern kostenlosem Sekt, um den man sich mit aufgetussten Furien pruegeln muss (ich hab mittlerweile wirklich fast Spass dran. Ich versuche immer beim Rueckweg durch die Masse mit meinem Sekt moeglichst viele Kleidchen zu versauen. (Ich habs ja gesagt, man muss nach Beschaeftigung suchen)) Ausserdem suchen Marsi und ich immer nach besonders kleinen oder grossen Menschen, mit denen wir dann peinliche Bilder machen, weil das... irgendwie... witzig ist... wenn man den kostenlosen Sekt bereits getrunken hat.
Hier die beiden besten:

Das ist Tom.

Und das hier Luc. (Die Konversation war hoechst interessant. Ich hab nur die etwa die Haelfte verstanden, der Rest ist unten nicht angekommen)



Ausserdem waren wir ein bisschen im Regenwald unterwegs:









Und es ist bald Weihnachten und ich konnte nicht umhin ein Bild von einer kleinen Familie beim Weihnachtsmann zu machen:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen