Nach Anne und Petes Ankunft in Cairns, genossen wir unsere letzten Tage in Cairns. Ich musste mich von meinen Kollegen und meinem Boss verabschieden (letzteres war sehr sehr schwer. Ich bin abartig verliebt in den Kerl :D ) und dann vor einigen Tagen, die sich wie eine Ewigkeit anfuehlen, Goddbye zu Cairns sagen.
An unserem ersten Tag des grossen Road Trip Abenteuers wollten wir zu den Wallaman Waterfalls fahren, den groessten Wasserfaellen Australiens. Waehrend der Fahrt regnete es in Stroemen, was uns nicht weiter stoerte, denn wir hatten uns und gute Laune und schreckliche Radio-Musik. Wir fuhren und fuehren und verfuhren uns einige Male und ploetzlich war es dunkel. Das allerdings hinderte uns nicht daran weiter zu fahren, auf eine unheimnliche Landstrasse einzubiegen (so stand es auf der Karte) und einen riesigen Berg auf einer Serpentinenstrasse hochzufahren. Weil wir ein bisschen gelangweilt und schon halb hirntot wegen der furchtbaren Musik waren, fingen wir an, uns unseren persoenlichen Horrorfilm auszudenken, dh. wer wann wie stirbt wurde aufs genaueste besprochen und durchdiskutiert. Irgendwann kamen wir dann auf unsheimliche Tiere und Monster die im Film auf keinen Fall fehlen durften. Ich fuhr und hatte ein bisschen Gaensehaut und dachte ueber Monstertiere nach, als ich ploetzlich eine Vollbremsung hinlegte, weil 10 Meter vor uns etwa 30 Kuehe auf der Strasse standen und ins Licht glotzten. Mir ist sehr wohl bewusst, dass Kuehe nicht wirklich gefaehrlich sind, doch in direktem Zusammenhang mit Monstern irgendwie.. schon. Es sassen also vier absolut ungehemmt bruellende Idioten in einem Ford Station Wagen und starrten mit angstverzerrtem Gesicht auf seelenruhig vor sich hin kauende Kuehe.
Nachdem wir uns nach 1 Stunde und 8 Minuten von dem Schock erholt hatten, schaffte ich es weiter zu fahren. Die Strasse nahm kein Ende, unser Benzin allerings schon. Martina und Anne fingen an, ernsthfat Schiss zu bekommen... Dunkelheit, Kuehe, Wald, Serienkiller. Wer wusste schon wo das enden sollte. Nach 3 Stunden fanden wir dann endlich den Campingplatz ( :D ) direkt neben den Wasserfaellen. Der Schotterplatz mit Plumsklo wirkte unheimlich einladend und der stroemende Regen zwang einen quasi dazu aus dem Auto zu huepfen und freudig das Zelt aufzuschlagen. Doch, trotz dieser einladenden Umgebung, entschlossen wir uns, erst mal, zur Ablenkung, einen Film zu schauen. Als wir da also eingeengt im Auto sassen und "die schoene und das Biest" schauten (fuer was weniger blumiges waren unsere Nerven noch zu schwach) sahen wir ploetzlich Licht aufleuchten. Licht. Auf einem verlassenen Campingplatz auf einem Berg. In der Nacht. Die beiden Maedels auf dem Ruecksitz flippten aus. Gebruelle, Gekreische "Wir sterben!!! OH GOOOOTT!! Das is der KILLER!! OHHHH GOOOOTT!" Ich schaute hinter zu den beiden, schuettelte den Kopf, doch mein Herz schlug schneller. Ich schaute zu Pete... un d als ich sah, dass auch ER ausflippte, konnte ich nicht anders und flippte auch aus ! (ich weiss, dass sind viele ausgeflippte Wortwiederholungen, aber es gibt kein besseres Wort) Wir kreischten und kreischten und Licht kam Naeher und wir sahen ein kleines Auto auf uns zufahren. Pete schrie "LICHT AUS!!!", ich schrie "LICHT AN!!! WIR MUESSEN SEHEN OB ER AUSSTEIGT UND WO DIE KETTENSAEGE IST!!!!" "LICHT AUS, DANN SIEHT ER UNS NICHT" etc etc etc. Letztendlich machten wir das Licht aus. Wir warteten, ich machte das Licht an. Und das Auto war weg. Panikattacke auf dem Ruecksitz. "WO IST ER HIN?!?!?!?!" Wir fanden dann heraus, dass er einfach in eine andere Strasse eingebogen ist. Und als er zurueckgefahren kam, zwangen wir uns uns zu beruhigen und auszusteigen. Der Killer stieg ebenfalls aus und lief auf uns zu. Und war offensichtlich kein Killer. Und wir waren offensichtlich Idioten. Es handelte sich um einen Tschechischen Backpacker, der genau wie wir verloren gegangen ist und sich nachts auf einem scheiss Berg im Nirgendwo wiederfand. Wir haetten ihn ganz schoen erschreckt mit unserem "icht an Licht aus Gebruell Licht an Licht aus".
Und das Ironischste an dieser Geschichte ist, dass wir am Naechsten Tag wegen des abartig dichten Nebels absolut Nichts von den groessten Wasserfaellen Australiens sehen konnten.
Das war Tag 1.
Auf unserem Weg entlang der Ostkueste Australiens sahen wir bis jetzt nur grossartige Dinge. Und wenn ich sage GROSSartig, dann meine ich das. Zum Beispielt eine riesengrosse Mango in Bowen.

Das war wohl eines der beeindruckenderen Dinge die wir hier zu sehen bekommen werden. Um das Erlebnis komplett zu machen, assen wir Mangosorbet, das wir aus unseren Mangotaschen holten, auf dem Fundament der riesen Mango. Ein unglaubliches Gefuehl.
Wir fuhren weiter und weiter und weiter und landeten in Airlie Beach, einem kleinen und sehr suessen Staedtchen. Wir parkten unser Auto und buchten eine dreitaegige Segeltour fuer die Whitsunday Islands. Und das war, diesmal ganz ohne Ironie, wirklich eines der beeindruckenderen Dinge! Wir sahen Whitehaven Beach, einen wunderschoenen Strand mit dem reinsten Sand der Welt, wir schnorchelten mit Meeresschildkroeten und schliefen in winzigen Kojen auf einem wirklich coolen Segelschiff. Die Crew war sehr unterhaltsam, nicht zuletzt, weil sie am letzten Tag, kurz bevor wir wieder anlegten, einen Zettel an die Klotuer gehaengt haben auf derm stand "Patrick hat das Klo verstopft. Foltert ihn" (Patrick war ein riesen grosser Vollidiot, der ungelogen keine 2 Minuten den Mund halten konnte.) Nachdem er und alle anderen den Zettel gesehen hatte, hatte er merkwuerdigerweise nichts mehr zu sagen :D
Vor zwei Tagen besuchten wir die Capricorn Caves, eine wirklich beeindruckende Tropfsteinhoele in der Naehe von Rockhampton.
Abends fuhren wir dann weiter zum "Turtle Beach" (das ist nicht der richtige Name, keine Ahnung wie er hiess) und schauten kleinen Babyschildkroeten beim Schluepfen zu. Als alle goldigen kleinen Schildkroeties geschluepft und aus dem Sand geklettert waren, wurden sie gemessen und gewogen und dann (von uns) zum Strand getragen. Wir bildeten eine Gasse und die kleinen krochen ueber den Sand ins Meer. Als mein kleiner peroenlicher Liebling (er kam direkt auf mich zugelaufen und stiess gegen meinen Schuh (vielleicht war er nicht der Hellste), den ich "Einhorn" taufte, die Wellen erreichte und hinaus ins tiefe Blau schwamm, konnte ich nicht umhin ein paar Traenchen zu verdruecken und ein weisses Taschentuch zu schwenken. Es war wirklich, wirklich ergreifend. Die sind sooooooooo suuuuuuueess! Gooohoooott! Okay.
Das muss jetzt erst einmal reichen. Liebe euch fast alle.








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